Tagestipps im Radio

Tagestipps

Freitag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Schwarze Wasser (1/2) Von Kerstin Ekman Wiederholung: WDR 5 Sa. 17.04 Uhr Schwedischer Krimi um einen rätselhaften Mord Übersetzung aus dem Schwedischen: Hedwig M. Binder Bearbeitung: Valerie Stiegele Erzähler: Joachim Nottke Johan: Jens Wawrczeck Birger: Otto Sander Annie: Angelika Thomas Mia: Ulrike Krumbiegel Gudrun: Monika Hansen Ylja: Barbara Dittus Ake: Thomas Thieme Lennarton: Harald Warmbrunn Busfahrer: Fritz Hammer Petrus: Martin Seifert Dan Ulander: Christian Berkel Kind: Magdalena Prinzler Bjoerne: Dieter Montag Regie: Hans Gerd Krogmann Produktion: SFB 1997

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Swingin" Harlem Ein musikalisches Porträt Von Markus Vanhoefer Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr "Let"s go slumming", so lautete die versnobte Devise der weißen New Yorker Bohème während des aufgeputschten Jazz-Zeitalters. "Let´s go slumming", das bedeutete, man nehme "the A train", die U-Bahn-Linie A, und fahre Manhattan-aufwärts Richtung Norden. Denn dort, im afroamerikanischen Harlem, gab es die angesagtesten Clubs mit den heißesten Bands. Harlem, das waren Duke Ellington und Cab Calloway, das waren der "Cotton Club" und die berüchtigten "rent parties", Feten in den eigenen vier Wänden. Unter den vergnügungssüchtigen Jungen und Schönen galt Harlem als Synonym für die Innovation des Swing, für synkopisch hetzende Rhythmen, schneidende Big-Band-Sätze und berauschende Bläser-Soli. Die Sendung "Harlem, Symphonie in Swing und Stomp" verbringt jedoch nicht nur wilde Nächte in wilden Clubs, darüber hinaus erzählt sie die spannende Geschichte eines einst biederen weißen New Yorker Vorortes, der um 1900 zur "Neger-Kapitale der Welt" wurde. Zudem schildert sie eine schwarze Gesellschaft, die in ihrem kulturellen Anspruch und sozialen Erscheinungsbild heterogener ist, als es aus unserer europäischen Perspektive erscheinen mag. Von Gospel bis zur afroamerikanischen Kunstmusik - Harlem hat viele musikalische Gesichter.

Freitag 19:05 Uhr Ö1

matrix - computer neue medien

Lern-Apps, Ed-Tech-Startups und KI-Visionen für die Bildung der Zukunft Das mehr oder weniger funktionierende Homeschooling während der Pandemie hat die Versäumnisse bei der Digitalisierung der Bildung deutlich aufgezeigt. In der Diskussion um die Schule der Zukunft wird derzeit gerne das Schlagwort "Künstliche Intelligenz" in Verbindung mit Lernprogrammen oder das schwammige "digitale Klassenzimmer" genannt. Auf individuelle Bildung möchte künftig etwa das Wiener Education-Tech Startup Gostudent setzen, das mittlerweile mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet wird. Es bietet Online-Nachhilfe an und beschäftigt europaweit 2.500 Online-Lehrer, die unter anderem Mathe mit Minecraft unterrichten. In Deutschland testen Schulen bereits Programme, die Daten über die lernenden Schülerinnen sammeln und individuelle Übungen und Lernpfade vorgeben. Der deutsche Bildungsberater Jöran Muuß-Merholz erwartet sich künftig mehr Vielfalt im Bildungssystem. Bereits in den letzten 20 Jahren sind immer mehr Schultypen mit unterschiedlichen Schwerpunkten - naturwissenschaftlich, sprachlich, berufsbildend - entstanden. Kinder und Jugendliche könnten im Jahr 2040 zum Beispiel an einem digitalfreien "Manfred Spitzer-Lyceum" oder an einer vernetzten "Greta Thunberg-Realschule" lernen. Julia Gindl und Franz Zeller mit einem Ausblick. Moderation: Wolfgang Ritschl Redaktion: Franz Zeller

Freitag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Mikrokosmos - Die Kulturreportage

Das Archiv der Paul Sacher Stiftung in Basel Schatz am Rhein Von Florian Hauser SRF 2018 Das Archiv der Paul Sacher Stiftung in Basel ist europaweit einzigartig. Ein Streifzug durch die klimatisierten, gesicherten Räume und Tresore, wo in säurefreien Mappen wertvolle Musik-Dokumente des 20. und 21. Jahrhunderts für die Ewigkeit konserviert und von Forschenden analysiert werden. Nicht nur gegen Schimmel und Licht werden die Partituren und Aufzeichnungen berühmter Komponisten wie Igor Strawinsky und Steve Reich geschützt. Sogar gegen Erdbeben ist das siebenstöckige Archiv gesichert. Der Dirigent Paul Sacher, der wohl berühmteste Musik-Mäzen der Schweiz, vergab über 200 Kompositionsaufträge an mehr als 60 Komponisten, darunter Béla Bartók, Arthur Honegger und Bohuslav Martinù. Mit seinem Basler Kammerorchester führte er die Werke auf und sammelte sie seit den 70er-Jahren im Archiv. Finanziert wurde alles mit dem Vermögen seiner Frau aus dem Pharma-Unternehmen Hoffmann-La Roche. Ein Streifzug durch das Gebäude und die Geschichte der modernen klassischen Musik.

Freitag 20:03 Uhr SRF 1

Hörspiel

2/2: «Tiefe Wasser» nach Patricia Highsmith Die amerikanische Schriftstellerin Patricia Highsmith hätte dieses Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert. Ihr Faible für obsessive Figuren, die auch vor Mord nicht zurückschrecken, machten Highsmith zur Bestsellerautorin. Ende Oktober erscheinen ihre Tage- und Notizbücher.

Freitag 20:05 Uhr SWR2

ARD-Radiokulturnacht der Bücher

Mit: Johanna Adorján, Stefan Aust, John von Düffel, Svenja Flaßpöhler, Volker Kutscher, Helen Mcdonald, Eva Menasse, Kat Menschik, Armin Nassehi, Klaus Pohl, Sven Regener, Lukas Rietzschel, Marina Weisband, Sönke Wortmann und der (oder die) deutsche Buchpreisträger (oder -trägerin). Moderation: Catherine Mundt und Alf Mentzer (Liveübertragung aus Frankfurt) In diesem Jahr ist die "ARD-Radiokulturnacht der Bücher" wieder einer der Höhepunkte der Frankfurter Buchmesse. Live in und aus der Festhalle Messe werden Autorinnen und Autoren am 22. Oktober 2021 ihre aktuellen Neuerscheinungen vorstellen: Johanna Adorján, Stefan Aust, John von Düffel, Volker Kutscher, Helen Mcdonald, Eva Menasse, Armin Nassehi, Sven Regener, Marina Weisband, der (oder die) deutsche Buchpreisträger (oder -trägerin) und viele mehr. Außerdem wird Bülent Ceylan den Abend über immer wieder kleine pointierte Passagen aus seinem Buch "Ankommen. Aber wo war ich eigentlich" präsentieren. Durch den Abend führen die beiden hr2-Moderatoren Catherine Mundt und Alf Mentzer.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Frauenliteraturmonat "Ich les das noch zu Ende, dann komme ich!" Lesende Mütter und ihre schreibenden Söhne Von Dörte Fiedler Regie: Nikolai von Koslowski Produktion: Deutschlandfunk 2021 Bücher können fürs Leben prägen. Hier setzen sich Mütter und ihre schreibenden Söhne an einen Tisch, um über Bücher zu reden - über die, wegen derer sie nie Zeit hatten für die Söhne. Oder über die, die sie gemeinsam lasen. Und womöglich auch über die, die die Söhne erst später, weil heimlich, entdeckten. Es gibt in der Literatur viele Beschreibungen über Mütter durch ihre Söhne; es gibt die Helikoptermütter, die Dichtergebärerinnen, die vermeintlich durch ihre Söhne ein selbst nie erreichtes Leben leben, es gibt die Mütter, die für eine verhasste Heimat und einen schmerzhaften Prozess der Abnabelung stehen und die Art der Mütterlichkeit, in der sich Geborgenheit und ein schmerzlich vermisster Sehnsuchtsort vereinen. Es gibt jede Menge Klischees, Stereotype und Wahrheiten, die über Mütter von Söhnen in Schrift gegossen wurden. Aber wie bildet sich die lesende Mutter ab in der Erinnerung des Sohnes, was las sie und spielt das im Geschriebenen des Sohnes heute eine Rolle? Mit den Autoren Donat Blum, Valentin Moritz, Patrick Hofmann und ihren Müttern. "Ich les das noch zu Ende, dann komme ich!"

Freitag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

On Stage

Zu Hause aufgenommen Der US-amerikanische Singer-Songwriter Sammy Brue Am Mikrofon: Tim Schauen Er ist ein junger Mann mit noch kurzer Karriere, doch seine Wurzeln reichen lange zurück: Sammy Brue stammt aus dem US-Bundesstaat Oregon, er schreibt, so sagt er, "Songs, seitdem ich zehn Jahre alt bin" und beruft sich dabei auf Woodie Guthrie, Bob Dylan und Neil Young, auch der kürzlich verstorbene Justin Townes Earle zählt zu seinen Einflüssen - Folk und Americana also. Brue hat früh die Schule geschmissen und Straßenmusik gemacht und prompt einen Plattenvertrag erhalten. Sein Album "Crash Test Kid" ist indes schon das dritte seiner jungen Karriere. 2020 stand der inzwischen 21-jährige Musiker mit langen Haaren und schwarzer Hornbrille zum ersten Mal auf einigen Bühnen in Europa - für den Deutschlandfunk stellt er ein Konzert parat, das er "Zu Hause aufgenommen" hat: trotz spärlicher Besetzung von Gitarre und Gesang sehr eindringlich.

Freitag 23:00 Uhr Cosmo

COSMO Live

Das Week-End Fest X: Gilberto Gil FLOHIO - Um die Geschichte des Week-End Fests zu verstehen, muss man neun Jahre zurückblicken. Unter dem Namen "A different Festival for music, film & arts" vereinten die Organisatoren Musiker weit ab vom Mainstream - ein gelebter Gegenentwurf zur Popmaschinerie und ein Fest für nerdige Exklusivität. Zum zehnjährigen Jubiläum gab es natürlich auch wieder neue und ruhmhafte Musik zu entdecken. Gilberto Gil ist zweifelsohne eine der wichtigsten Figuren der Música Popular Brasileira. Als Pionier der Trópicalia-Bewegung und Idol der brasilianischen Jugend erlangte er weltweit Ruhm und spürte später die Verwandtschaft brasilianischer Musik zu Genres wie Reggae und Afrobeat auf. Ein echter Klang-Virtuose! Im Kontrast zu Gilberto Gil steht FLOHIO. Die junge Rapperin aus London steht für eine neue Generation des UK-HipHop. Auf dreckigen Beats tobt sie sich lyrisch komplett aus. FLOHIOs Energie auf der Bühne und in ihren Songs ist ungeschlagen. Aufgenommen am 08.10. in der Stadthalle Mülheim, Köln

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Kunst - geknebelt von der Macht Eine Lange Nacht über Dmitrij Schostakowitsch Von Barbara Giese Regie: Sabine Fringes 1906 geboren, war der junge Schostakowitsch Zeitzeuge der Oktoberrevolution und glaubte, wie die russische Avantgarde auch, an die Ideen, mit denen das rückständige Zarenreich abgelöst werden sollte. Als dieser Enthusiasmus von den Machthabern ausgenutzt wurde, ging Schostakowitsch in die innere Emigration und komponierte Musik, die doppeldeutig zu verstehen ist. Viele seiner Werke reagierten auf Ereignisse in seinem Land. So entstanden die Symphonie Nr. 2 als Auftragswerk zum 10. Jahrestag der Oktoberrevolution, aber auch Jazzmusiken, als westliche Musik in der Sowjetunion verpönt war. Schostakowitsch schrieb Ballette über Industriespionage und dem Besuch der sowjetischen Fußballmannschaft im Ausland. Die 7. Symphonie entstand während der Belagerung Leningrads im Zweiten Weltkrieg. Beide Opern, sowohl "Die Nase" als auch "Lady Macbeth", waren aus unterschiedlichen Gründen bei Kulturbehörden und Parteigremien umstritten und durften lange Zeit nicht aufgeführt werden. Dmitri Schostakowitsch (1906- 1975) gab Interviews, die der Partei nach dem Mund redeten, aber auch gegenteilig ausgelegt werden konnten. Er erlebte Willkür, Verbannung und Ermordungen in seinem persönlichen Umfeld. Zwischen Ruhm und Ablehnung war er innerlich zerrissen. Von schweren Krankheiten gezeichnet, beschäftigte er sich in seinen letzten Jahren mit dem Thema Tod, ganz im Gegensatz zur Obrigkeit, die positives Denken und Erbauliches propagierte.

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