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Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

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Tierische Paar(ungs)geschichten Seitensprung für alle? Monarchien im Tierreich Königinnen ohne Zepter Das Kalenderblatt 22.10.1938 Erste Fotokopie einer Schriftvorlage Von Yvonne Maier . Tierische Paar(ungs)geschichten - Seitensprung für alle? Autor: Niklas Nau / Regie: Wer in einer "Es ist kompliziert"-Beziehung verfangen ist, mit dem Ex-Partner einen verbitterten Rosenkrieg führt, oder einfach einen Blick auf die Scheidungsstatistik wirft, der könnte die Verlockung fühlen, manchmal neidisch auf die Tierwelt zu schielen. Hier scheint das "Wer mit wem" oft so klar geregelt zu sein. Stichwort: Männchen, die sich das exklusive Paarungsrecht mit einem oder mehreren Weibchen erkämpft haben. Weibchen, die sehr selbstbewusst und gezielt ihren Wunschpartner wählen. Aber auch die Romantik kommt oft nicht zu kurz, etwa in Geschichten von Vogeleltern, die Jahr für Jahr gemeinsam gegen alle Widrigkeiten Küken großziehen und dabei ein Leben lang zusammenbleiben. "Bis dass der Tod euch scheidet!" - hier scheint es noch Bedeutung zu haben! Doch ein genauerer Blick - und genetische Analysen - zeigen: Auch im Tierreich gibt es haufenweise Seitensprünge, heimliche Liebhaber, "uneheliche" Kinder und: gehörnte Partner. Monarchien im Tierreich - Königinnen ohne Zepter Autorin und Regie: Susi Weichselbaumer Bienenkönigin, Ameisenkönigin oder Wespenkönigin - an der Spitze der meisten Insektenstaaten steht eine Frau. Termiten oder Mulle gewähren auch den Männchen eine Chance auf den Thron, allerdings regiert er immer nur an ihrer Seite. Überhaupt sind die Regeln der Staaten im Tierreich streng. Ameisen leisten sich einen ausgedehnten Polizeiapparat, um die Arbeiterinnen zu überwachen. Honigbienen übernehmen Aufgaben im Stock und im Außendienst je nach Lebensalter. Ist ein Job mit zu wenigen Bienen besetzt, müssen welche aus anderen Diensten einspringen, und dazu mitunter sogar noch mal jünger werden. Wie Tierstaaten insgesamt so perfekt funktionieren, diese Frage beschäftigt die Forschung. Vielleicht lässt sich aus der einen oder anderen Art des Zusammenlebens im Tierreich ja auch etwas ableiten für den Menschen. Erstsendedatum BR: 2010 Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Bernhard Kastner

Freitag 15:05 Uhr SWR2

SWR2 Feature

Per Flugtaxi ins Büro Luftnummer oder Verkehrslösung? Von Dieter Jandt und Ulrich Land Immer lauter werden die Forderungen nach einer Verkehrswende. Plötzlich erscheinen Lufttaxis als zukunftsträchtig. Unbemannt sollen sie die Staus einfach überfliegen. Ist das Flugtaxi endlich die segensreiche Lösung für die Probleme des innerstädtischen Verkehrs, wo Uber und Co. sich in die Taximärkte drängen, für eine Zunahme an PKW sorgen und die Staus noch verstärken? Oder ist der City-Airbus bloß eine Luftnummer der aktuellen Verkehrspolitik, ein Medienhype, um vom Stau auf der Straße, vom Trauerspiel auf den Schienen, von Abgasen und Abstellgleisen abzulenken? (SWR 2020)

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Swingin" Harlem Ein musikalisches Porträt Von Markus Vanhoefer Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr "Let"s go slumming", so lautete die versnobte Devise der weißen New Yorker Bohème während des aufgeputschten Jazz-Zeitalters. "Let´s go slumming", das bedeutete, man nehme "the A train", die U-Bahn-Linie A, und fahre Manhattan-aufwärts Richtung Norden. Denn dort, im afroamerikanischen Harlem, gab es die angesagtesten Clubs mit den heißesten Bands. Harlem, das waren Duke Ellington und Cab Calloway, das waren der "Cotton Club" und die berüchtigten "rent parties", Feten in den eigenen vier Wänden. Unter den vergnügungssüchtigen Jungen und Schönen galt Harlem als Synonym für die Innovation des Swing, für synkopisch hetzende Rhythmen, schneidende Big-Band-Sätze und berauschende Bläser-Soli. Die Sendung "Harlem, Symphonie in Swing und Stomp" verbringt jedoch nicht nur wilde Nächte in wilden Clubs, darüber hinaus erzählt sie die spannende Geschichte eines einst biederen weißen New Yorker Vorortes, der um 1900 zur "Neger-Kapitale der Welt" wurde. Zudem schildert sie eine schwarze Gesellschaft, die in ihrem kulturellen Anspruch und sozialen Erscheinungsbild heterogener ist, als es aus unserer europäischen Perspektive erscheinen mag. Von Gospel bis zur afroamerikanischen Kunstmusik - Harlem hat viele musikalische Gesichter.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Frauenliteraturmonat "Ich les das noch zu Ende, dann komme ich!" Lesende Mütter und ihre schreibenden Söhne Von Dörte Fiedler Regie: Nikolai von Koslowski Produktion: Deutschlandfunk 2021 Bücher können fürs Leben prägen. Hier setzen sich Mütter und ihre schreibenden Söhne an einen Tisch, um über Bücher zu reden - über die, wegen derer sie nie Zeit hatten für die Söhne. Oder über die, die sie gemeinsam lasen. Und womöglich auch über die, die die Söhne erst später, weil heimlich, entdeckten. Es gibt in der Literatur viele Beschreibungen über Mütter durch ihre Söhne; es gibt die Helikoptermütter, die Dichtergebärerinnen, die vermeintlich durch ihre Söhne ein selbst nie erreichtes Leben leben, es gibt die Mütter, die für eine verhasste Heimat und einen schmerzhaften Prozess der Abnabelung stehen und die Art der Mütterlichkeit, in der sich Geborgenheit und ein schmerzlich vermisster Sehnsuchtsort vereinen. Es gibt jede Menge Klischees, Stereotype und Wahrheiten, die über Mütter von Söhnen in Schrift gegossen wurden. Aber wie bildet sich die lesende Mutter ab in der Erinnerung des Sohnes, was las sie und spielt das im Geschriebenen des Sohnes heute eine Rolle? Mit den Autoren Donat Blum, Valentin Moritz, Patrick Hofmann und ihren Müttern. "Ich les das noch zu Ende, dann komme ich!"

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